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Akupunktur

Die Diagnostik und Therapie von Erkrankungen mit Hilfe der Akupunktur ist eine mögliche Praxissonderleistungen.

Die Akupunktur ist eine jahrtausendalte asiatische Wissenschaft, die in der westlichen Medizin zunehmend in die Behandlung verschiedenster Krankheiten Eingang findet. Die Domäne der Akupunktur ist nach wie vor die Schmerztherapie, auch in der Gynäkologie und Geburtshilfe. 

So können Unterleibsschmerzen, wie sie z.B. bei der Periodenblutung auftreten, hervorragend mit Akupunktur behandelt werden. Auch bei Tumorschmerzen kann diese Therapieform mit Erfolg eingesetzt werden.

Des weiteren findet  die Akupunktur in zunehmendem Maße Einzug in die Kreissäle, wenn es um die Schmerztherapie vor, während und nach einer Entbindung geht.

Mit speziell dafür angefertigten Nadeln aus Gold, Silber oder heutzutage sterilen Stahlnadeln wird an bestimmten Stellen die Haut durchstochen, um Krankheiten zu heilen, Schmerzen zu lindern oder auch um Krankheiten vorzubeugen. Entlang von Energiebahnen, den sogenannten Meridianen, befinden sich spezielle Stellen, die sogenannten Akupunkturpunkte, die je nach Grunderkrankung durch den Einstich mit zusätzlicher Manipulation an der Nadel angeregt oder beruhigt werden. 

Die Akupunkturpunkte sind drucksensibel und werden durch langsames Herantasten an die empfindlichste Stelle lokalisiert. Heutzutage werden die Punkte auch durch den Hautwiderstand, der elektrisch meßbar ist, mit entsprechenden Geräten gefunden. 

Geschichtliches

Die Methode der Akupunktur wurde bereits im Buch NEIJING (500 bis 300 v. Chr.) und in anderer medizinischer Literatur der folgenden Dynastien beschrieben. Diese therapeutische Methode wird seit langem in der arbeitenden Bevölkerung benutzt. Seit der Befreiung Chinas haben die Ärzte in Übereinstimmung mit der Anweisung des Vorsitzenden Mao ("die Vergangenheit soll der Gegenwart dienen, und ausländische Dinge sollen China dienen") die traditionelle chinesische Medizin geerbt und gefördert, indem auch ausländisches Material über die Akupunktur studiert wurde. Wiederholte Praxis und ein konstantes Sammeln von Erfahrungen haben das Gebiet der Akupunkturbehandlung stark erweitert.

Akupunkturformen

Die am häufigsten angewandte Form der Akupunktur ist die Körperakupunktur, bei der äußere und innere Organe über Punkte auf Energiebahnen (Meridiane), die Organe und Organsysteme miteinander verbinden, beeinflußt werden. 

Zunächst werden diese Punkte anhand von anatomischen Beschreibungen aufgesucht und auf Druckschmerzhaftigkeit überprüft. Eine Schmerzhaftigkeit spricht für eine energetische Unausgewogenheit. Durch eine bestimmte Technik wird dann an der Stelle, die Patient am unangenehmsten empfindet die Nadel eingestochen. 

Die Nadeln verbleiben 20 bis 30 Minuten je nach Krankheitsbild.

Auch die Ohrakupunktur hat eine weite Verbreitung gefunden. Die Suche nach sogenannten Störfeldern kann schnell Aufschluss über Erkrankungen geben, die über diese sensiblen Punkte an der Ohrmuschel auch therapiert werden können.

In der traditionellen chinesischen Medizin wird das Ohr nicht als getrenntes Organ gesehen, sondern gilt als eng verbunden mit den Meridianen, Nebengefäßen und Organen. Es ist ein Teil des Körpers als organisches Ganzes. 

Dem französischen Arzt Dr. Paul NOGIER und seinen Schülern ist es zu verdanken, dass seit den fünfziger Jahren eingehende Untersuchungen an der Ohrmuschel vorgenommen wurden, so dass wir heute ein klares Bild von den Reflexzonenpunkten im Ohr haben.

Die Ohrmuschel ist ein Reflexrelais, in dem sich die Gesamtheit des Menschen widerspiegelt, und über das sich körperliche, geistige und seelische Fehlsteuerungen erkennen und beeinflussen lassen. Der Mensch zeigt sich im Ohr ähnlich einem auf dem Kopf stehenden Embryo, wobei der Kopf auf dem Ohrläppchen abgebildet ist. Das machten sich früher die Seeleute zunutze, indem sie einen goldenen Ring durch den Augenpunkt zur Kräftigung des Sehvermögens trugen. 

Für die Diagnose und Behandlung stehen uns heute über 200 genau beschriebene Punkte zur Verfügung. Über diese Punkte können wir die Funktionen von Organen, Nerven, Muskeln und Gelenken mit der Nadel beeinflussen. Die Ohrakupunktur kann aber auch ausgleichend auf den Geistes- und Gemütszustand einwirken. 

Für das Auffinden der Punkte im Ohr wird ein Taststab oder ein kleines Gerät benutzt, das den Hautwiderstand mißt. Die Organe, bei denen Störungen vorliegen, zeigen sich auch im Ohr an dem betreffenden Organpunkt. Die betreffenden Stellen im Ohr werden vom Patienten als leicht schmerzhaft empfunden. 

An diesen Punkten kann entweder massiert oder mit Stahl-, Gold- oder Silbernadeln akupunktiert werden. Wir belassen die Nadeln für 20 bis 30 Minuten im Ohr, bis wir sie leicht wieder entfernen können. In einigen Fällen kann es angezeigt sein, eine Dauernadel zu setzen, die dann im Ohr verbleibt, bis sie von allein herausfällt oder von uns entfernt wird. Die besten Erfolge erzielt man bei akuten Erkrankungen, aber auch chronische Erkrankungen sind mit der Ohrakupunktur oftmals gut zu beeinflussen.

Einsatzbereiche der Akupunktur im frauenärztlichen Bereich

A. Gynäkologie

1.      Schmerztherapie im akutem und chronischem Zustand:

  • Funktionelle Unterbauchbeschwerden z.B. vor, während und nach der Periodenblutung
  • Praemenstrulles Syndrom (Anschwellen der Brüste mit Schmerzsymptomatik,  Unterbauchschmerzen, depressive Verstimmung vor der Periodenblutung)
  • Schmerztherapie bei Krebserkrankungen

2.      Therapie von Zyklusunregelmäßigkeiten

  • Verlängerte Periodenblutung
  • Verkürztes Zeitintervall bis zur nächsten Periodenblutung
  • Zwischenblutungen

3.      Therapie von Wechseljahrsbeschwerden:

  • Seelische Verstimmungszustände z.B. depressive Phasen, Unruhezustände, Ängste
  • Hitzewallungen, Erröten, nächtliches Schwitzen
  • Schlafstörungen
  • Ohrgeräusche in Zusammenhang mit den Wechseljahren

4.      Ergänzende Therapie bei unerfülltem Kinderwunsch

 

B. Geburtshilfe

  • Übermäßiges Erbrechen in der Frühschwangerschaft
  • Drehung von Ungeborenen aus Beckenendlage in Schädellage zum Geburtstermin
  • Anregung der Wehentätigkeit 
  • Schmerzlinderung während und nach der Geburt
  • Lösung des Mutterkuchens nach der Entbindung

C.  Suchterkrankungen 

  • Raucherentwöhnung
  • Behandlung der Eßsucht

 


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