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Ernährung
Eine
ausgewogene, vollwertige Ernährung wirkt sich positiv auf das
Verdauungs- und Gefäßsystem aus, die Immunfunktionen werden
angeregt, insgesamt wird der ganze Stoffwechsel und die Psyche
positiv beeinflusst. Mit der Ernährung lassen sich hormonelle
Vorgänge beeinflussen und Übergewicht vermeiden,
Wichtige
Bereiche der Ernährungsberatung sind
- Schwangerschaft
- Sterilität
und Infertilität (ungewollte Kinderlosigkeit)
- Klimakterim
(Wechseljahre)
- Störungen
der hormonellen Regelkreise (z.B. Schmerzen bei der Periode)
- Malignome
(bösartige Erkrankungen).
In
der Schwangerschaft ist die vernünftige Ernährung eine
Grundvoraussetzung für das Gedeihen des ungeborenen Kindes.
Sterilität und Infertilität können teilweise auch auf eine
mangelhafte Ernährung zurückgeführt werden. Auch die Störungen
im geschlechtsreifen Alter, wie Unterbauchbeschwerden bei der
Periode können durch eine Ernährungstherapie positiv beeinflusst
werden.
Des
weiteren versucht man heutzutage bei bösartigen Erkrankungen mit
einer Ernährungsumstellung eine
Stärkung des Immunsystems zu erreichen.
Vollwerternährung
zur Prävention und Therapie
Werden
in der täglichen Ernährung bestimmte Nahrungsmittel bzw.
Zubereitungsarten bevorzugt, kann dem Stoffwechsel bestmögliches
Ausgangsmaterial zur Verfügung gestellt werden.
Günstig
sind:
- Vollkornprodukte
- Frischkost
und möglichst wenig bearbeitete Nahrungsmittel
- Obst
und Gemüse, wenn verträglich roh, sonst angedünstet
- Kaltgepreßte
unbehandelte Öle
- Milchprodukte
mit eher niedrigem Fettanteil
- Fleisch
aus artgerechter Haltung und Fisch in Maßen
- Frische,
werterhaltende Zubereitung
- Abwechselung
auf dem Speiseplan
Gemieden
werden sollen:
- Weißer
und brauner Zucker, zuckerhaltige Lebensmittel und Getränke
- Auszugsmehl
und Gebäck aus Auszugsmehl
- Gehärtete
Fette, tierische Fette
- Fast
Food, industriell stark bearbeitete Nahrungsmittel
- Genußmittel
- Durch
langen Erhitzungsprozeß konservierte Nahrungsmittel
Die
Ernährungspyramide kann als Gedächtnisstütze für die tägliche
Nahrungszusammensetzung dienen. An der Spitze der Pyramide steht die
„geduldete“ Menge der eher nicht emfehlenswerten Lebensmittel,
die aber in geringem Maßen erlaubt sind.
5%
Fett, Süßigkeiten
20%
Eiweißhaltige Lebensmittel
(Milchprodukte, Fleisch, Eier, Fisch,
etc.)
35%
Obst,
Salate
und Gemüse
40%
Kohlenhydrate (Brot,
Getreideprodukte, Nudeln, Reis)
Vitamine,
Mineralstoffe und Spurenelemente müssen ausreichend zugeführt
werden; bei einigen Krankheitsbildern kommt ihnen sogar eine
therapeutische Aufgabe zu.
Ernährungsberatung in der Praxis
Eine
sinnvolle Ernährungsberatung sollte sowohl durch einen Arzt, als
auch durch eine Ernährungsberaterin durchgeführt werden. Der Arzt
trägt hierbei die Verantwortung für die Ernährungsumstellung, der
Ernährungsberaterin obliegt eher die praktische Umsetzung. In den
Leitlinien für die ärzliche Ernährungsberatung und
Ernährungstherapie werden vier Stufen der ärzlichen
Ernährungsberatung angegeben:
-
Stufe
1 : Die Patientin auf die Ernährung ansprechen
-
Stufe
2: Eine
Entscheidung zur Ernährungsumstellung anstreben
-
Stufe
3: Die
Ernährungsumstellung vorbereiten
-
Stufe
4: Begleitung der
Ernährungsumstellung.
Die
beiden wichtigsten Gründe für eine Ernährungsumstellung in der
gynäkologischen Praxis sind die besserer Versorgung mit
Nährstoffen und das Anstreben des Normalgewichts, um Erkrankungen
vorzubeugen, oder diese in entscheidendem Maße zu beeinflussen.
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