Pränatale
Diagnostik:
[Einleitung]
[Chorionzottenbiopsie]
[Fruchtwasseruntersuchung]
[Nabelschnurpunktion]
[Ultraschall]
[Nt
Screening] [Zytogenetische Auswertung]
[Humangenetische Beratung]
[3D-Untersuchungen]
Ultraschalluntersuchungen
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Während der Schwangerschaft sind in
den Mutterschaftsrichtlinien 3
Ultraschall-Untersuchungen vorgesehen und zwar in der
Frühschwangerschaft, in der 20.-23. SSW und in der
30. SSW. Ergibt sich bei diesen Untersuchungen ein
Verdacht, so kann eine weiterführende Diagnostik
angeordnet werden. Diese wird im Idealfall in der etwa
20. SSW durchgeführt.
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| Natürlich
kann zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft eine
weiterführende Ultraschalldiagnostik erfolgen, die
besten Sichtbedingungen finden sich jedoch in der 22.
SSW. Bei diesen Untersuchungen wird die Entwicklung
des Feten, das Fruchtwasser, die Organe und
Extremitäten und die Durchblutung des Kindes
kontrolliert. Im Verlauf der Schwangerschaft kann die
weitere Entwicklung des Feten kontrolliert werden.
Auch kann über die Doppleruntersuchung eine mögliche
Schwäche des Mutterkuchens oder eine
Durchblutungsstörung erkannt und dann evtl.
therapiert werden. Diese Doppleruntersuchungen machen
ab der 20.-21. SSW Sinn, um eine Prognose für die
weitere Schwangerschaft zu ermöglichen. Bei kleinen
Kindern, Fruchtwassermangel, auffälligen Herztönen
aber auch bei Schwangeren mit Risikofaktoren (Diabetis
, Nikotinabusus, kleinere Kinder oder Totgeburten bei
früheren Schwangerschaften) ist eine regelmäßige
Doppleruntersuchung in der ganzen Schwangerschaft
sinnvoll.
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Eine
weiterführende Ultraschalluntersuchung in einem
Zentrum oder einer Spezialpraxis ist für jede Schwangere
sinnvoll. Erforderlich ist diese für:
alle Schwangeren mit Risikofaktoren oder solche mit auffälligen
Ultraschallbefunden.
1.)Risikofaktoren:
Alter über 35, Fall mit DownSyndrom in der Familie, Fall
mit Herzfehler in der Familie, |
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| Mehrlingsschwangerschaften,
Diabetis, mütterliche Stoffwechselerkrankungen, Drogen-
und Alkoholabusus, Medikamentenabusus,Infektionen oder Röntgenuntersuchungen
in der Schwangerschaft (vor allem in der frühen Schwangerschaft),
Chemikalienkontakt, unklare Todesfälle bei Neugeborenen
in der Familie (wobei auch immer die Familie des Vaters betroffen
sein kann), Verwandtenehen und weitere |
2.)Sollte
die betreuende Gynäkologin/Hebamme oder der Gynäkologe
Auffälligkeiten im frühen oder späteren
Ultraschall entdecken oder sich eine sonstige Schwangerschaft-Komplikation
ergeben (z.B. Gestose, Diabetis und weiteres).
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Frauen
ohne Risikofaktoren und ohne auffällige Schwangerschaftsverläufe
haben kassenrechtlich keinen Anspruch auf eine weiterführende
Ultraschalldiagnostik
- Dies ist sicherlich willkürlich und lediglich aus Kostenbegrenzung
beschlossen worden, trotzdem ist es verbindlich. Das heißt,
dass die Frauen die Untersuchungskosten für eine solche
Untersuchung (ca. 250,- EUR) selbst tragen müssten,
wenn ihr Gynäkologe keine Überweisung schreibt.
Trotzdem muss man jeder Frau eine solche Untersuchung empfehlen,
da heute die meisten geschädigten Kinder nicht im
Risikoklientel
geboren werden.
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In
der 12. - 14. SSW sollte das frühe NT - Screening
(Nackenödem) durchgeführt werden. Über weitere Details
informieren wir Sie hier .
Bei
der weiterführenden Diagnostik in der 20. - 24. SSW
werden die Organe des Kindes, als auch die
Extremitäten des Kindes, seine Entwicklung,
Durchblutung, Bewegungsmuster, Lage nochmals
untersucht, um der Mutter Ruhe und Freude auf die 2.
SS Hälfte zu vermitteln.
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Im Vordergrund dieser Untersuchung steht die Kontrolle der
Entwicklung (zu groß, zu klein, normal groß).
Jetzt werden Ursachen für eventuelle Normabweichungen
gesucht. Im günstigsten Fall liegt nur ein falsch berechnetes
SS Alter zugrunde, wenn der Fet zu klein ist. Durch Messung
des Kleinhirns (wächst bis zur 25. SSW 1 mm pro Woche)
kann ein falsches SS Alter von einer ernsteren Entwicklungsstörung
abgegrenzt werden. Dies ist sehr wichtig, da das Kleinhirn
des Feten später schneller wächst und danach eine
Korrektur des SS Alters nicht mehr möglich ist. Liegen
keine Vorbefunde vor, ist nach der 26. SSW ein zu klein berechnetes
Kind nur noch sehr schwer von einer Entwicklungsstörung
zu unterscheiden.
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Sollte das Kind zu groß sein, deutet dies in der 22
SSW am ehesten auf eine falsche Berechnung hin. Später
kann ein großes Kind Ausdruck einer SS Diabetis oder
einer familiär bedingten Größenzunahme des
Kindes sein ( große Eltern - große Kinder).
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Die Beurteilung der Organe des Kindes sind in der 23. SSW
zwingend erforderlich. Jetzt finden sich Hinweise auf bis
jetzt versteckte Syndrome oder sonstige Krankheiten. Ein Herzfehler
erhöhte das Risiko für ein Down Syndrom um ca. 40%.
Fehlbildungen der Nieren, der Extremitäten, Wassereinlagerungen
in der Haut, Gesichtsfehlbildungen, Spina bifida (veränderte
Wirbelsäule / verändertes Kleinhirn / zitronenförmiger
Kopf (Lemon Sign)) und andere Anormalitäten führen
teilweise zu einer gravierenden Veränderung des individuellen
Risikoprofils. Die Messung der Durchblutung der mütterlichen
Blutgefäße und der kindlichen Durchblutung lassen
oft eine Prognose über sich später einstellende
Probleme zu. Hier kann man zum Teil eine schwere SS Vergiftung
nicht sicher, aber doch mit großer Wahrscheinlichkeit
vorhersagen. Durch engmaschigere Untersuchungen von Mutter
und Kind danach, lassen sich viele Kinder retten, die bei
normaler SS Betreuung Probleme hätten bekommen können.
Deshalb ist diese Untersuchung so wichtig, auch für Frauen
ohne Risikofaktoren.
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Warnend
müssen wir jedoch hinzufügen, dass man sich hüten
sollte, einer Schwangeren einen vielleicht unbegründeten
Verdacht leichtfertig mitzuteilen.
Man nimmt ihr damit das Vertrauen in sich und die Schwangerschaft.
Das ist in der betreffenden Schwangerschaft durch nichts und
niemanden wieder gut zu machen. Man sollte jeder Schwangeren
die Realität nahe bringen, dass die Wahrscheinlichkeit
eines problemlosen Verlaufs, sofern keine gewichtigen Befunde
dagegen sprechen, wahrscheinlicher ist, als die eines problematischen
Verlaufs. Sollte es jedoch erforderlich sein gravierende Befunde
mitzuteilen, sollten diese auf der Basis von viel Erfahrung
erhoben und mit der genauen und sachlich richtigen Prognose
mitgeteilt werden.
Letztlich
sollte noch der Triple Test Erwähnung finden. Bei diesem
Test wird zwischen der 16. und 18. SSW bei der Mutter Blut
abgenommen. Aus den drei bestimmten Sexualhormonen, dem Lebensalter
der Mutter und dem Schwangerschaftsalter wird ein individuelles
Risikoprofil sowohl für genetische Probleme des Feten als
auch für eine Spaltbildung berechnet. (Spina Bifida / offener
Rücken u. ä.) Dieser Test basiert auf einem statistischen
Verfahren. Es werden alle Frauen mit dem gleichen Lebensalter,
der gleichen Schwangerschafswoche und vergleichbaren Hormonresultaten
ermittelt.
Das Resultat zeigt das Risiko jeder Frau aus dieser Vergleichsgruppe
ein Kind mit einem Down Syndrom oder einem offenen Rücken
zu bekommen. Da dieser Test von vielen Faktoren abhängt resultiert
daraus seine Unzuverlässigkeit. 99 % der Befunde die angeblich
auffällig sind erweisen sich als falsch positiv. Das heißt,
von etwa 100 Frauen mit auffälligem Test hat nur eine letztlich
ein krankes Kind.
Zusammenfassend kann man durch den Ultraschall in der Schwangerschaft
einen großen Teil der fetalen Erkrankungen erkennen. Ca. 5
% der Erkrankungen des Feten sind sonographisch nicht
erkennbar. Auch eine Fruchtwasseruntersuchung oder sonstige
invasive Diagnostik kann nicht alle genetischen Erkrankungen
aufdecken, sondern nur die numerischen und strukturellen Chromosomenstörungen.
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