| Schwanger
werden
Wenn ein Paar sich
ein Baby wünscht, stellt das in der Regel kein Problem dar. Rein
statistisch gesehen werden von 100 Frauen mit Kinderwunsch, die
regelmäßig Geschlechtsverkehr haben, 85-90 innerhalb eines Jahres
schwanger.
Um schwanger zu werden, ist der
günstigste Zeitpunkt für den Geschlechtsverkehr um den Eisprung
der Frau herum, das heißt zur Zyklusmitte. Bei einem regelmäßigen
28-Tageszyklus hat die Frau am 14. Tag nach dem ersten Tag der
letzten Regel ihren Eisprung. Um den genauen Zeitpunkt
herauszufinden, kann man sich die sog. Basaltemperatur zunutze
machen. Hierfür misst die Frau jeden Morgen vor dem
Aufstehen nach einer mind. 6-stündigen Schlafphase ihre
Körperkerntemperatur entweder unter der Zunge oder im After und
trägt diese Werte in ein Diagramm ein. Vor dem Eisprung
liegt der Wert bei etwa 36,5°C - 36,8°C. Sobald der Eisprung
erfolgt ist, steigt die Temperatur auf ca. 37,0°C - 37,3°C an. Zu
berücksichtigen ist immer, dass es auch andere Einflussgrößen
gibt, die zu einer Temperaturerhöhung führen können, z.B.:
Infektionskrankheiten, Alkoholgenuss, weniger als 6 Stunden Schlaf
usw.
Das weibliche Ei ist meist über einen
Zeitraum von 12 bis max. 24 Stunden befruchtbar. Die männlichen
Spermien haben eine Überlebensdauer von 2-3 Tagen ( manchmal bis zu
5 Tagen). Daher ist der günstigste Kohabitationszeitpunkt ca. 1-2
Tage vor dem Eisprung. Auf diese Weise können die Spermien schon
bis zu den Eileitern vordringen. Dort treffen sie auf das weibliche
Ei, sobald dieses den Eierstock verlassen hat.
Ist ein Spermium in die Eihülle
eingedrungen, verändert sich diese so, dass keine weiteren Spermien
eindringen können, und die erste Zellteilung beginnt.
Die Befruchtung des Eis findet im
Eileiter statt. Von hier aus wandert das befruchtete Ei in Richtung
Gebärmutter, wo es nach ca. 4 Tagen in einem Mehrzellstadium
ankommt. Hier nistet sich die Frucht jetzt ein, indem sie sich
zunächst breitflächig mit der Gebärmutterschleimhaut verklebt.
Langsam wachsen nun sog. Zotten in Richtung der mütterlichen
Blutgefäße der Gebärmutterschleimhaut. Ca. 10-11 Tage nach der
Befruchtung sind diese eröffnet, und es beginnt die Ernährung der
Leibesfrucht über das mütterliche Blut. Das bedeutet, dass ab
diesem Zeitpunkt Gifte wie Medikamente oder Alkohol zum Embryo
gelangen können. Meist stimmt dieser Zeitpunkt ungefähr mit dem
Zeitpunkt der nächsten zu erwartenden, aber nun ausbleibenden
Monatsblutung überein, so dass die werdende Mutter jetzt langsam
merkt, dass sie schwanger ist. Daher muss sie von nun an auf
Alkohol, Zigaretten oder nicht unbedingt notwendige Medikamente
verzichten und gefährdet damit nicht die Entwicklung des Embryos.
Ist sich eine werdende Mutter nicht sicher, ob sie ihre eventuell
verordneten Medikamente weiterhin nehmen muss, sollte sie unbedingt
ihren Frauenarzt um Rat fragen.
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